Archiv der Kategorie: Sonstiges

Hilfeschrei

Auch wir möchten uns dem Hilfeschrei von Quergedachtes anschließen! Bitte verbreitet die Nachricht! Jede Stimme zählt!

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Weltspartag: Petition zum Teilhabegesetz

Da ich weder facebook noch twitter habe, gebe ich den Aufruf gerne an dieser an dieser Stelle weiter:

Hallo π-rat,

hier sind Constantin und Raul, die Starter der Petition »Für ein Recht auf Sparen und ein gutes Teilhabegesetz«.

Wir möchten Ihnen zunächst ein mal herzlich danken. Mit Ihnen haben über 285.000 Menschen aus ganz Deutschland für mehr Teilhabe unterschrieben – vielleicht sind es schon bald 300.000?

Heute ist Weltspartag. Eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass Menschen mit Behinderung kaum sparen dürfen. Ihr Kontostand darf höchstens 2.600 Euro betragen. Der Weltspartag ist daher für viele Menschen nicht mehr als ein „Hashtag“.

Bitte teilen Sie unser Bild auf Facebook damit noch mehr Menschen von dieser ungerechten Regelung erfahren!

Mit unserer Aktion erinnern wir Bundesministerin Andrea Nahles an ihr Versprechen. Bei der Petitionsübergabe vor einigen Tagen in Berlin sicherte sie uns zu: „Das Bundesteilhabegesetz kommt!“

Sie twittern lieber? Dann geht’s hier entlang.

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Constantin Grosch und Raul Krauthausen

Petition zum Teilhabegesetz

Irritierende Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln 2

Mir gefällt diese potenzielle „Serie“, darum nun ein Erlebnis, welches schon viele Jahre zurückliegt.

In der völlig überfüllten Straßenbahn saß damals in einem „Vierer“ ein hutzeliges, altes Männlein, Typ niedlicher Opi, mit kecken, strahlend blauen Äuglein unter buschigen weißen Augenbrauen, einem schlammig-karierten Altherrenhut und einem braunen Gehstock.
Es blickte sehr vergnügt in der Gegend umher und schien bester Laune.
Überall im Gang standen Menschen, und es war sehr eng. Unter anderem stand vor dem „Vierer“ des Opis eine Mutter mit ihrem Kleinkind, welches so ungefähr zwei bis drei Jahre alt gewesen sein könnte.
Das Kind hielt sich am Bein der Mutter fest.
Nun fing der Opi an, jedes Mal, wenn die Mutter nicht hinschaute, das Kind mit seinem Gehstock zu pieksen. Beim ersten Mal war das Kind nur verstört, beim zweiten Mal schon etwas mehr, und mit zunehmendem Gepiekse fing es dann an zu Heulen und klammerte sich immer fester an die Mama.
Der Opi hingegen hatte offensichtlich den Spass seines Lebens und lachte, und strahlte, und freute sich, während das Kind immer verstörter und verzweifelter wurde.
Alles, ohne dass die Mutter das auch nur im Ansatz mitbekommen hätte. Sie hat das Geplärre wohl als typisches Kleinkindverhalten gedeutet (volle Bahn, mitten im Gedränge, laut, stinkend, etc.) und geflissentlich ignoriert.

Ich werde nie die vor Vergnügen blitzenden Äuglein des alten Mannes vergessen und die Skurrilität der Situation!
Ob er wohl noch lebt?

Irritierende Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln

Eigentlich könnte man unter dieser Überschrift eine nette kleine Serie starten, denn irritierende Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln sind eine häufig gesehene Spezies.

Als ich heute mit der Straßenbahn fuhr, saß ich in der zunächst wenig gefüllten Bahn in einer Zweiersitzreihe, ich auf dem Platz am Fenster, mein Rucksack auf dem Platz daneben.

Mit zunehmender Fahrt erhöhte sich die Zahl der Passagiere. Plötzlich kam ein ca. 16 jähriges Mädchen, und platzierte kommentarlos seinen zarten Hintern auf den Platz, auf dem mein Rucksack lag, aber nur so ganz auf den Rand, ohne den Rucksack mit ihrem Körper zu belästigen, so dass sie völlig unbequem auf nur wenigen Zentimetern eine winzige Abstützmöglichkeit für ihren Hintern hatte.

So fuhr sie dann, bis sich an einer stärker frequentierten Haltestelle die Bahn wieder leerte, dann wechselte sie in die freie Zweierreihe nebenan.

Bis sie das tat, war ich echt hochgradig irritiert. Keinerlei Kommunikationsversuch von ihr zu mir, die ganze Zeit nicht. Möchte man so sitzen, wenn man es anders haben könnte? Und wenn ja, warum? Weiterlesen

Autismus-Sprachmetapher – Ein Versuch

Ich überlege immer wieder, wie man erklären kann, wie das Leben mit Autismus so ist. Oftmals gelingt das nur mit Vergleichen. Ein Beispiel: „Autisten fühlen sich, als ob sie von einem anderen Planeten stammen. “
Vor kurzem ist mir folgende Geschichte eingefallen. Für den Alltag ist sie vielleicht etwas zu umständlich, aber niederschreiben wollte ich sie trotzdem:

Man stelle sich einen Deutschsprachigen vor, den in den Niederlanden lebt, ohne Niederländisch sprechen zu können. Zwar sind sich Deutsch und Niederländisch ähnlich, aber so wirklich klappt es nicht mit der Verständigung. Der Deutschsprachige bemüht sich zwar, die Sprache der Niederländer zu sprechen, aber so richtig klappt es nicht. Und das, obwohl er die ganze Zeit bemüht ist dazuzulernen. Aber die Niederländer merken, dass sein Niederländisch irgendwie anders ist.

Irgendwann kommt der Deutschsprachige nach Deutschland und ist baff: Hier wird er auf Anhieb verstanden und muss sich nicht verstellen. Allerdings nicht überall gleich gut. So hat er beispielsweise in manchen Gegenden im Süden Deutschlands Probleme, die anderen zu verstehen. Die Niederländer hingegen verstehen das Problem nicht: Deutsch ist doch Deutsch, oder?